Beutelloser staubsauger test - Staubsauger ohne Beutel im Test | Oktober 2017
Die älteren Leser
werden sich vielleicht noch daran erinnern, daß man früher die Teppiche zum
Ausklopfen nach draußen in den Garten brachte. Dort wurden sie über eine
Teppichstange gehängt und mit dem Teppichklopfer so lange
bearbeitet, bis man meinte, daß aller Staub aus dem Teppich gelöst war. Man muß
sich einmal vorstellen, was das für die Reinigung der Teppiche einer
Mehrzimmerwohnung im 3. Stock eines Mietshauses bedeutete: erst mußten die
Teppiche aus den Zimmern herausgeholt, dann die Treppe hinunter und in den
Garten oder Hinterhof gebracht werden. Danach mußten sie ausgeklopft werden und
dann ging es mitsamt den Teppichen wieder zurück in den 3. Stock. Das ist einer der Gründe dafür, daß bis weit in die
50er Jahre des 19. Jahrhunderts hinein Teppiche nur bei jenem Teil der
Bevölkerung in den Wohnungen lagen, die über genügend Dienstkräfte für diese
Arbeit verfügten. Erst nachdem die Staubsauger ihren Siegeszug
durch die Haushalte angetreten hatten, fanden Teppichböden eine stärkere Verbreitung.
Heutzutage gibt es für die verschiedenen Teppichsorten entsprechend angepaßte Staubsauger-Düsen, die auch bei der Reinigung von Langhaar-Teppichen gute
Dienste leisten. In der Regel tut es schon die ganz normale Standard-Bodendüse, die normalerweise durch Umklappen eines kleinen Hebels an
die jeweilige Teppichhöhe angepaßt werden kann. Zum
Auslieferungsstandard von Bodenstaubsaugern gehört schon seit langem die Fugendüse, mit der man ohne Probleme z.B.
auch in Couchritzen saugen kann. Aber nicht nur die Couchritzen, sondern all
diejenigen Stellen in der Wohnung, die man mit der relativ breiten Bodendüse
(ca. 30 cm) nicht mehr erreichen kann, können mit der Fugendüse ohne Probleme
gereinigt werden. Manche Geräte wie z.B. der Bosch BSG81466 werden sogar mit
längenverstellbaren Fugendüsen ausgeliefert. Auf diese Weise erreicht man auch
die verwinkelsten Ecken und
Fugen in der Wohnung! Das ist natürlich ein weites Anwendungsfeld. Es fängt
schon an mit geharnischten Protesten aus dem Kinderzimmer, wenn der Staubsauger
auch nur in die Nähe der Aufbauten eines der mit viel Mühe gebastelten
Papierschiffe kommt. Oder wenn man meint, der seit ein paar Monaten in einer
Ecke des Wohnzimmers stehende Nachbau des Eiffelturms aus Legosteinen müsse von
Spinnweben und Staub befreit werden. Gewiß wird man in all diesen Fällen eine
Lösung finden, meistens ist es ja der klassische
Staubpinsel, der weiterhilft - und den Staub in der Wohnung verteilt, zur
Freude aller Allergiker. Moderne Staubsauger sind jedoch inzwischen so
vielseitig geworden, daß sie in vielen Fällen auch bei sehr empfindlichen
Gegenständen helfen können. Denken wir nur an Möbel, Fensterscheiben oder
Computerbildschirme: für diese haben alle Staubsauger heutzutage als Zubehör
einen Möbelpinsel (andere Bezeichnungen:
Möbelbürste, Saugpinsel) mit einer kreisförmigen Saugöffnung und einem weichen Haarbüschel nach vorne, um
keine Kratzer auf den abzusaugenden empfindlichen Oberflächen zu hinterlassen. Gerade
in Büroräumen mit vielen Computerbildschirmen und anderem elektrischen
Kleinkram auf den Tischen erweisen sich diese Saugpinsel als eine nützliche
Ergänzung der Standard-Bodendüse. Die Saugleistung eines Staubsaugers hängt von
vielen Eigenschaften dieser Geräte ab. Zum einen spielt natürlich die
Nennleistung eine Rolle, also die Leistung (gemessen in Watt), die der
Elektromotor maximal aufnehmen kann (beachten Sie hierzu auch unsere Ausführungen
im Abschnitt über die
Wichtiger
noch ist aber:man kann durch Verbesserung des Wirkungsgrades dieses Motors die
eigentliche Saugleistung, die an den Saugdüsen auftritt, erheblich steigern.
Und je nachdem welche Saugdüse man verwendet, ändert sich auch die
Saugleistung: je schmaler die Öffnung (genauer: je geringer die Saug-Oberfläche
der Düse, über die der Staub in den Staubbeutel bzw. die Staubbox gelangt),
desto stärker wird die Saugleistung.
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